
Auf doclift sind die Fachveranstaltungen CME-zertifiziert und für Teilnehmende kostenfrei. Die berechtigte Frage lautet: Wie geht das auf?
Ein Blick ins Programm zeigt die Bandbreite: ein Kolloquium zu Psychotherapie und Psychosomatik des Universitätsspitals Zürich. Neurofeedback bei Depression aus dem Universitätsklinikum Heidelberg. Ein Neurologie-Symposium für Grundversorger der Universitätsklinik Balgrist. Fatigue und Long Covid vom Kantonsspital St. Gallen.
Das sind keine Restposten, sondern reguläre Lehrformate universitärer Häuser – mit Credits zwischen 2 und 9 Punkten. Die vollständige Liste der Partnerkliniken zeigt, wer dahintersteht.
Für die Häuser ist Reichweite der Gegenwert. Eine Fortbildung, die ohnehin stattfindet, erreicht statt dreißig Personen im Hörsaal ein Vielfaches – ohne Zusatzaufwand. Das stärkt das Fachprofil und wirkt auf Zuweisungen und Rekrutierung.
Die Teilnehmerin ist in diesem Modell nicht das Produkt, sondern der Grund, warum es funktioniert: Ohne Fachpersonen keine Reichweite – und ohne Reichweite kein Wert für alle anderen Beteiligten.
Kostenfrei heißt nicht bedingungslos. Wer teilnimmt, ist registriert und erzeugt Nutzungsdaten. Entscheidend ist deshalb, wie transparent damit umgegangen wird – nicht, ob es passiert.
Der Zugang zu universitärer Lehre soll nicht am Budget scheitern. Das ist kein Almosen, sondern ein Tausch: Wissen gegen Reichweite. Die nächsten Termine finden Sie in unserer Monatsübersicht.