Allgemeinmedizin
Charité Universitätsmedizin Berlin
Start
17 Jul 2025 14:00
Ende
17 Jul 2025 15:30
Die Digitalisierung im Gesundheitswesen schreitet rasant voran – und mit ihr wächst der Bedarf an strukturiertem, interoperablem und sicher nutzbarem Gesundheitsdatenmanagement. In Deutschland haben Initiativen wie das Medizininformatik-Initiative (MII), das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) und die Forschungsdatenzentren (FDZ) bereits wichtige Grundlagen geschaffen. Sie ermöglichen die standortübergreifende Nutzung von Gesundheitsdaten für Forschung und Versorgung.
Mit dem geplanten European Health Data Space (EHDS) geht die Entwicklung nun auf europäischer Ebene weiter. Ziel ist es, die grenzüberschreitende Nutzung von Gesundheitsdaten für Forschung, Versorgung und politische Entscheidungsfindung zu ermöglichen – bei gleichzeitigem Schutz der Patient*innenrechte. Der EHDS könnte damit ein Meilenstein auf dem Weg zu einer echten europäischen Dateninfrastruktur im Gesundheitswesen werden.
Doch der Übergang von nationalen Lösungen wie MII, NUM und FDZ hin zu einem europaweiten EHDS stellt Politik, Forschung und Technik vor große Herausforderungen – insbesondere in Bezug auf Datenschutz, Interoperabilität und Governance. Die „schöne neue Datenwelt“ verspricht viele Chancen – vorausgesetzt, sie wird verantwortungsvoll und nutzerorientiert gestaltet.
Referenten

Prof. Dr. med. Wolfgang Hoffmann
17 July 2025, 14:00
17
July
02:00 PM
2025
14:00
15:30
Schöne neue Datenwelt – von MII, NUM und FDZ zum EHDS?
Die Digitalisierung im Gesundheitswesen schreitet rasant voran – und mit ihr wächst der Bedarf an strukturiertem, interoperablem und sicher nutzbarem Gesundheitsdatenmanagement. In Deutschland haben Initiativen wie das Medizininformatik-Initiative (MII), das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) und die Forschungsdatenzentren (FDZ) bereits wichtige Grundlagen geschaffen. Sie ermöglichen die standortübergreifende Nutzung von Gesundheitsdaten für Forschung und Versorgung.
Mit dem geplanten European Health Data Space (EHDS) geht die Entwicklung nun auf europäischer Ebene weiter. Ziel ist es, die grenzüberschreitende Nutzung von Gesundheitsdaten für Forschung, Versorgung und politische Entscheidungsfindung zu ermöglichen – bei gleichzeitigem Schutz der Patient*innenrechte. Der EHDS könnte damit ein Meilenstein auf dem Weg zu einer echten europäischen Dateninfrastruktur im Gesundheitswesen werden.
Doch der Übergang von nationalen Lösungen wie MII, NUM und FDZ hin zu einem europaweiten EHDS stellt Politik, Forschung und Technik vor große Herausforderungen – insbesondere in Bezug auf Datenschutz, Interoperabilität und Governance. Die „schöne neue Datenwelt“ verspricht viele Chancen – vorausgesetzt, sie wird verantwortungsvoll und nutzerorientiert gestaltet.

Prof. Dr. med. Wolfgang Hoffmann